Zukunft für die Dörfer – dank zivilgesellschaftlichem Engagement

Von 2018 bis 2022 haben sich Menschen aus den Dörfern mit der Hilfe vieler Unterstützer:innen aus der Zivilgesellschaft, aus Umweltverbänden sowie Klimagerechtigkeitsgruppen für den Erhalt der Dörfer am Tagebau Garzweiler II eingesetzt. Viele Dörfer sind der Braunkohle zum Opfer gefallen, das letzte abgerissene Dorf war Lützerath. Keyenberg, Kuckum, Berverath, Unter- und Oberwestrich konnten gerettet werden und bleiben erhalten. Eine konkrete Dorfentwicklung seitens der Politik gibt es im Sommer 2026 immer noch nicht – zumindest wurden bis jetzt keine Pläne veröffentlicht. Ausgerechnet die Menschen, denen der Erhalt der Dörfer zu verdanken ist und die in den Dörfern leben, bleiben – trotz Beteiligungsformaten – bei der Entscheidungsfindung außen vor. Dabei haben sie tolle, sogar preisgekrönte Konzepte entwickelt, für die sie sich offene Ohren wünschen.

Die RWE Power veräußert jetzt die Immobilien, die sie den unsprünglichen Dorfbewohner:innen abgekauft hat. Die Anwohner, die nicht verkauft haben, wünschen sich, dass die Fördergelder des Landes auch für Orte der niederschwelligen Begegnung fließen, damit von Anfang an eine gute neue Nachbarschaft entstehen kann, und dass der Strukturwandel als gesellschaftliche, nicht nur als wirtschaftliche Aufgabe begriffen wird.

Die Dörfer sind bewohnt. Bitte betreten Sie keine Grundstücke oder Häuser und respektieren Sie die Menschen, die hier leben.