Alle Dörfer bleiben

Dienstage & Donnerstage für Dörfer

Online-Reihe des Konzeptwerk Neue Ökonomie und Alle Dörfer bleiben!

 

Ökologie in der Neuen Rechten

Nicht nur bekennende Anhänger*innen des Nationalsozialismus, sondern auch die sogenannte „Neue Rechte“ beschäftigt sich mit ökologischen Themen. Oft werden bei ihnen rückwärtsgewandte Konzepte mit progressiven Elementen wie zum Beispiel Postwachstumsökonomie, Fair Trade und Nachhaltigkeitskonzepten verbunden.

Das Seminar beleuchtet die Argumentationsweisen neu-rechter Akteur*innen und Gruppierungen und wirft einen Blick auf deren mediales Erscheinungsbild. Die Teilnehmer*innen lernen unterschiedliche neu-rechte Akteur*innen kennen und setzen sich mit deren Engagement für Natur und Umwelt auseinander. Die Teilnehmenden werden für Argumentationsmuster sensibilisiert, die auf den ersten Blick nicht so leicht als rechtsextrem erkannt werden.

 
Die ganze Reihe:
  • Dienstag | 07.04. | 19 Uhr: Zivil und ungehorsam für Klimagerechtigkeit? – mit dem Kipppunkt Kollektiv
  • Donnerstag | 09.04. | 19 Uhr: Alle Dörfer bleiben! – Von Widerstand und aktuellen Kämpfen aus dem Rheinischen Braunkohlerevier – mit Marita Dresen, Norbert Winzen & Christopher Laumanns
  • Dienstag | 14.04. | 19 Uhr: Organizing für Strukturwandel und Kohleausstieg: Ein Webworkshop für neue Handlungsfähigkeit – mit Rico Rokitte
  • Donnerstag | 16.04. | 18 Uhr: Das geplante Strukturstärkungsgesetz – was bedeutet es für die Kohlereviere? Welche Möglichkeiten gibt es für Menschen vor Ort, Fördergelder für einen gerechten Strukturwandel zu nutzen? – mit Rebekka Popp (E3G)
  • Dienstag | 21.04. | 17 – 20 Uhr: Stressbewältigung im Alltag – Individuelle Resilienzstrategien in der Praxis – mit Sara-Ann Lampmann und Philipp Baum
  • Donnerstag | 23.04. | 19 Uhr: Nach der Wende ist vor der Wende – Die Geschichte des Strukturwandels der Lausitz in den 90er Jahren – mit Markus und Philipp (Aufbruch Ost)
  • Dienstag | 28.04. | 19 Uhr: Ein Klimaplan von Unten für die Reviere? – mit Gerechte1komma5 – der Klimaplan von Unten
  • Donnerstag | 30.04. | 19 Uhr: Ökologie in der Neuen Rechten – mit Klara Kauhausen, Yannick Passeick (FARN)
 
Über „Dienstage und Donnerstage für Dörfer“:

Gemeinsam mit dem überregionalen Bündnis Alle Dörfer bleiben! wollte das Konzeptwerk Neue Ökonomie im Zeitraum vom 18.-21.06. die „Konferenz der Dörfer“ organisieren, um einen Austauschraum für Widerstand, gerechte Transformationsperspektiven und Visionen für die Zukunft geretteter Dörfer zu schaffen. Durch die aktuelle Situation (Covid19) wird die Konferenz leider nicht stattfinden können.

Stattdessen möchten wir euch herzlich einladen, am Online- Alternativprogramm „Dienstage und Donnerstage für Dörfer“ teilzunehmen. Mit dieser Veranstaltungsreihe möchten wir ab sofort Teile des spannenden Dörferkonferenz-Programms nach Hause holen. Das Format ist für die meisten von uns noch sehr neu – sollte es in den ersten Sitzungen noch zu kleineren technischen Problemen kommen, bitten wir euch um Verständnis.

Der Kohleausstieg in Deutschland ist auf das Jahr 2038 beschlossen. Mit diesem Ausstiegsdatum und dem von der Bundesregierung vorgelegten Klimapaket, wird klar, dass ein deutscher Beitrag zur Einhaltung der 1,5 Grad-Grenze des Pariser Klimavertrags nicht eingehalten werden wird und die Regierung entschlossenes klimapolitisches Handeln verweigert.

Für einige Dörfer, wie Proschim oder Pödelwitz, scheint es absehbare Planungssicherheit zu geben. Für acht andere Dörfer in NRW und zwei weitere in Sachsen steht die Zukunft weiterhin auf der Kippe.

Betroffene aus allen Braunkohlerevieren Deutschlands haben sich bereits 2018 im überregionalen Bündnis „Alle Dörfer bleiben!“ zusammengeschlossen und stellen gemeinsam Forderungen an die Regierung, die globale und lokale Gerechtigkeitsperspektiven verknüpfen. Auch nach dem gemeinsamen Kampf um den Erhalt der Dörfer braucht es soziale, ökologische und demokratische Konzepte für die Regionen. Diese müssen einen echten Mitbestimmungsprozess der Bevölkerung beinhalten. Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass die von der Regierung vorgelegten Konzepte dafür in sozialer oder ökologische Hinsicht überzeugen werden. Auch wird der Einfluss der Kohleunternehmen über einen Kohleausstieg hinaus in den Regionen nicht schwinden. Es braucht sozial-gerechte Konzepte die transformativen Charakter haben und ein gemeinsames Vorgehen diese durchzusetzen.

Strukturwandel bringt Veränderung und Bewegung in die Regionen. Das bietet Potenzial und Spielräume politisch zu intervenieren und den Strukturwandel im Sinne einer sozial-ökologischen Transformation zu gestalten. Dabei sind Foren für Selbstorganisierung zentral, um Ideen zu entwickeln, wie die Gesellschaft aussehen soll, in der wir leben möchten.

Informationen zur Teilnahme:

Netiquette:
Online-Veranstaltungen und Telefonkonferenzen stellen die Geduld und Konzentrationsfähigkeit der Teilnehmenden vor eine besondere Herausforderung, deswegen haben wir hier ein paar Hinweise für einen angenehmen Ablauf gesammelt:

  • Bitte lasst eure Mikrofone abgeschaltet, wann immer ihr gerade nicht sprecht. Das vermindert Störgeräusche und verhindert anstrengende Feedback-Effekte.
  • Bitte schaltet eure Kameras während der Vorträge aus. Das spart (wie auch die Mikrofone) Bandbreite und macht es allen leichter, an den Veranstaltungen auch ohne schnelles Internet teilzunehmen.
    (Für beides gibt es Knöpfe direkt in den Programmen, die wir nutzen werden.)
  • Bitte nutzt die Möglichkeit, euch kurz mit neuen Programmen vertraut zu machen, und kommt ggf. etwas früher in die Veranstaltung. Wir öffnen den Raum immer 20 Minuten vor Beginn.
  • Bei Diskussionen lasst bitte andere Menschen ausreden…
    …und achtet selbst darauf, eure Wortbeiträge möglichst kurz zu halten. Bei langen Wortbeiträgen fällt das Zuhören aus der Ferne umso schwerer.
  • Melden könnt ihr euch im Chatfenster des Programms: 
    • * für einen Redebeitrag
    • ? für eine Verständnisfrage
  • Je nach Teilnehmendenzahl werden wir euch ggf. bitten, die Fragen direkt an die Moderation zu richten, damit sie dort gesammelt werden können. Das werden wir dann in der Situation mitteilen.

Die Reihe „Dienstage & Donnerstage für Dörfer“ wird unterstützt von:

 

Dieses Projekt wird mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union realisiert. Für den Inhalt des Projekts sind ausschließlich das Konzeptwerk Neue Ökonomie und Alle Dörfer bleiben verantwortlich und es gibt nicht die Position der Europäischen Union wieder.